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Wie Supply Chain Finance KMUs unterstützt

Viele Unternehmen kämpfen aufgrund der Corona-Pandemie mit Liquiditätsengpässen. Klassische Maßnahmen wie die Verlängerung von Zahlungszielen können für kleinere Lieferanten jedoch das Aus bedeuten. Damit ist keinem gedient. Für viele Unternehmen kann hier Supply Chain Finance Abhilfe schaffen. Richtig umgesetzt, profitieren alle Beteiligten – Lieferant und Abnehmer.

Welche Rolle spielt Supply Chain Finance?

Mit den verschiedenen Programmen schaffen gerade flexible Plattformen für jede Liquiditätssituation Abhilfe. Bei Zulieferern bindet beispielsweise der Einkauf von Rohware viel Kapital – nicht nur in der Automobilbranche: „Mein Unternehmen handelt mit Nüssen und da wir sie bei Import sofort bezahlen müssen, ist die Liquidität in Form von Rohware gebunden. Durch Corona haben wir wenig Umsatz, aber einen hohen Warenbestand. Zusätzliche Liquidität ist daher unbedingt notwendig, aber für eine Bankenfinanzierung ist mein Unternehmen noch zu jung. Hier kommt ein Frühzahlerprogramm zwischen uns und unseren Abnehmern, wie Traxpay es auf seiner Plattform anbietet, ins Spiel“, erklärt Mario Ebel, Geschäftsführer des Lebensmittelhändlers Dreimal-F. „Dynamic Discounting ist ein effizientes und leicht zu nutzendes Instrument für mehr Liquidität.“

Den typischen Skontoabzug i.H.v. 2-3% bei Bezahlung innerhalb einer vorgegebenen Frist kennen wir alle. Mit Dynamic Discounting geht es deutlich flexibler, denn dadurch kann zu jedem beliebigen Tag bis zum tatsächlichen Fälligkeitsdatums der Rechnung ein Skonto mit für Abnehmer und Lieferant gleichermaßen interessanten Konditionen angewendet werden. Der Lieferant muss dadurch nicht mehr bis zum Ende des vereinbarten Zahlungsziels auf sein Geld warten und der Abnehmer investiert in die eigene Wertschöpfung. Win-Win für alle Seiten, denn je stabiler der Lieferant finanziert ist, desto robuster ist die Lieferkette.

Supply Chain Finance mit den richtigen Partnern

Sollte der Abnehmer keine eigene Liquidität einsetzen können oder wollen, so kommt Reverse Factoring ins Spiel: Die (Haus)Bank(en) des Abnehmers kaufen Rechnungen, deren Bezahlung von dem Abnehmer gegenüber den Banken bestätigt werden, von den Lieferanten ab. Dadurch erhält der Lieferant die Möglichkeit, Liquidität bei Bedarf durch den Verkauf einzelner oder automatisch sämtliche Rechnungen an die Bank(en) zu verkaufen. Der Abnehmer verbessert seinerseits seine Liquiditätssituation durch verlängerte Zahlungsziele, die ihm der Lieferant einräumt.

Neben den positiven Effekten auf die Liquiditätssicherung und damit die Resilienz der Wertschöpfungskette liefern SCF-Instrumente zusätzliche Vorteile: So werden durch SCF-Programme, die i.d.R. auf mehrere Jahre ausgelegt sind, die Beziehungen zwischen Lieferanten und Abnehmer gestärkt. Wenn Abnehmer ihre oftmals stärkere Bonität und/oder Liquiditätssituation an ihre Lieferanten weitergeben, entsteht eine dauerhafte Vertrauensbasis, die größere Spielräume bei Vertragsverhandlungen sichert. Längere Zahlungsziele und Preiszugeständnisse sind nur zwei mögliche Auswirkungen.

 

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Portrait Ulli Armbrust | Traxpay
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